Reisen durch's Land

The rough Mountain

TAG 385

Heute dreht sich alles um Al Ain. Was müsst ihr wissen? Al Ain ist eine Stadt in der „Eastern Region of Abu Dhabi“ und liegt mitten zwischen den Ausläufern der Rub Al-Kahli Wüste und dem Hadschar Gebirge, dabei bildet die Stadt mit zwei Kanten die die Grenze zum Oman.

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Spontan entschied ich mich nach meiner vollendeten 48h Schicht einen Camping Trip zum Jebel Hafeet zu machen, einem der höchsten Berge des Landes. Ich war davor weder in Al Ain, am Jebel Hafeet, oder überhaupt in der Eastern Region of Abu Dhabi. Dass war mein Ansporn, Karten und Informationsseiten über die Region hatte ich schon länger studiert und so war ich schon gut vorbereitet. Die Gegend (ca. 350 km entfernt) interessierte mich, da es dort doch wieder eine ganz andere Welt war, als in der heimischen Western Region.

Da ich 3 Tage vor Ort war und es viel Content gibt, den ich euch vermitteln will, werde ich das ganze in mehrere Teile splitten.

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Los geht’s mit der ersten Kurzgeschichte 🙂

Nach 3 Stunden Autofahrt, über mehrere Highways, tauchte am Horizont auch schon mein Tagesziel auf. Der Berg, der sich aus der Wüste erhob (und das wortwörtlich). Interessante Info nebenbei: Die Straße auf die Bergspitze, die ungefähr 12 km lang ist und 1.020 Höhenmeter überwindet, wurde von der deutschen Firma Strabag gebaut.

Kurze Zeit und einige Schikanen später war ich dann auf dem Dach der Wüste angekommen. Der Blick war bombastisch und ich konnte sehr weit in den Oman hineingucken. DSC_1435Leider war es ein diesiger Tag, was die Sichtverhältnisse nichts desto trotz verminderte. Also entschloss ich mich, mich dort nicht all zu lange aufzuhalten und stattdessen meinen Schlafplatz zu finden. Ich hatte mir, wie jedes mal, schon im Vorfeld eine Stelle via Google Earth ausfindig gemacht. Die ist es auch dieses mal wieder geworden. Im Schnitt plane ich inzwischen so, dass ich meinen Zeltplatz gegen 16:00 erreichen muss, um alles aufzubauen, den Grill anzuwerfen und vorbereitet auf die Nacht zu sein, die kommt dann recht zügig gegen 18:30 +/- einiger Minuten.

IMG_9548Punkt 18:00 Uhr zischten dann auch schon die ersten Würstchen auf meinem Grill (Original aus Bad Homburg importiert) und ich zog mir bei einem kleinen Äppler die Aussicht rein. Der Berg war doch recht rau. Dass merkte ich, als ich mein Zelt aufbauen  wollte, das Zelt aber lieber Segel im Wind spielen wollte. Generell, wie auf den Fotos einsehbar, war es sehr karg aber trotz alle dem eine gute Abwechslung zum Sand, wohin das Auge blickt. Die Nacht kam schnell und ich schoss noch das ein oder andere Panorama Foto im dunkeln, dann war aber schlafen angesagt – der Tag war lang.

Um 3 Uhr nachts wurde ich urplötzlich aus dem Schlaf gerissen, da mein Zelt beschossen wurde! …Es hatte angefangen zu Regnen. Ich also ganz verträumt mal kurz durchs das Moskito Netz nach draußen geblinzelt und da sah ich schon, das etwas komisch, etwas anders war… Ich war aber so müde, das in mir nur dieser eine Gedanke aufkam: „Das kann auch bis Morgen warten!“

Der nächste Morgen brach herein und die steigende Temperatur weckte mich so allmählich im Zelt. 8:30 zeigte das iPhone an und ich entschloss mich, den ersten Sonnenstrahlen guten Morgen zu sagen. Und da sah ich auch schon dass, was ich nachts so erblinzelt hatte – Die gesamte Ebene unterhalb des Berges, einschließlich Al Ains, der Wüste und dem Oman, war in Wolken versunken! Ich stand also auf meiner kleinen Bergkuppe (ich war ca. 300 meter unterhalb des eigentlichen Gipfels und somit knapp 900 meter oberhalb allem anderem was uns umgab) und blickte in ein endloses Wolkenmeer ohne den Grund zu sehen. Über mir war der ozeanblaue Himmel und die Wolken wurden wie Wellen gegen den Berg gespült und zerschellten. Ab und zu schafften es Wolkenteile, wie aufgewirbelte Gischt, auf mein Plateau und umströmten mich mit deutlich kälterer und feuchterer Luft. Ein unglaubliches Erlebnis war das. Und ich hab’s damit abgespeichert und auf meiner To Do Liste abgehakt. 😛

Gegen 10 Uhr war alles verflogen, die Sonne brutzelte auch wieder in gewohnter Manier und ich begann den Abstieg via Scirocco, zwischenzeitlich hatte ich schon alles abgebaut.

Fortsetzung folgt…

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