Chris's Urlaubs Blog

South Carolina’s Pride! Feuerwehrwesen Amerika

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Nun, auf diesen Teil haben bestimmt die meisten schon gewartet und ich will euch auch nicht hängen lassen! Wie die Überschrift schon titelt geht’s heute hier bei mir um Amerikas Stolz, Amerikas Feuerwachen, jedenfalls um die in den Südstaaten. Reichlich Wachen konnte ich in meinem Urlaub besichtigen, dort bestand ein SEHR dichtes Netzwerk an Gerätehäusern, was mich sehr überraschte. Man konnte keine Landstraße entlangfahren ohne alle zwei bis drei Kilometer auf eine hauptamtlich besetze Wache zu stoßen. Sehr interessant war es auf jeden Fall!


Um euch nur ein mal ein paar der Fire Station’s zu zeigen, die ich dort so besucht habe. Und was hat es mit der 9 zu tun? Nun ja, das war ein „Big Thing“ in Charleston und der restlichen Ostküste. Es war allgegenwärtig und auf den meisten Fahrzeugen und sogar in den Logos der Feuerwachen vertreten. Es steht in Gedenken an ein Großfeuer im „Sofa Super Store“ am Charleston – Savannah Highway, in dem 9 Feuerwehrmänner 2007 umkamen. Wen diese Story interessiert, der kann sich gerne mal den Wikipediabeitrag (Englisch) durchlesen. Klicke Hier!


Allseits bekannt, die Feuerwehrhelme!

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St. Andrews (South Carolina) Firefighter Helmet

In ihrer Bauform meist gleich, manchmal aus Leder, manchmal aus Verbundstoff. In Rot, Weiß oder Schwarz, so ist es doch ein Inbegriff für Feuerwehrhelme und jeder kennt die Bauform. Um euch dort ein bisschen Einblick zu geben: Schwarz steht für den normalen Firefighter (Feuerwehrmann) oder Engineer (Maschinist), Rot für den Captain (Gruppenführer) und Weiss für den Fire Chief (Wehrführer). Ich bin ein sehr großer Fan dieser Helme und mir sagen sie sehr zu, aber das ist persönlicher Geschmack. Wie seht ihr es? Jede Wache kann sich dadurch Unterscheiden, dass an der Front ein, des Fire Departments, zugehöriges Stück Leder angebracht ist, was Auskunft über Rang, Name, Feuerwache und Engine Nummer geben kann. Hat man den Helm dann einmal aufgesetzt, so besteht die Möglichkeit ein Visier aus dem Helminneren herauszuziehen und auch an Nackenschutz wurde gedacht in Form eines PBI oder Nomex Stoffes. Wie ihr seht, ist dort doch nicht alles ganz so anders als bei uns! Und auch hier gibt es die typischen Unterschiede, was Ausrüstung & PPE (Personal Protection Equipment) betrifft, von Wache zu Wache.


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Der etwas andere Hydrantenschlüssel – American Style!

Thema Tools: Hier fangen die kleinen aber doch gravierenden Unterschiede an, angefangen bei dem für uns nach FwDV ausgebildeten Feuerwehrleute recht befremdlich wirkenden Hydrantenschlüssel.Scheinbar eine Lösung für nicht einheitliche Hydranten… Aber da geht’s auch schon weiter bei den Atemschutzmasken, die mir sehr gut gefielen. Nicht wegen der Netzspinne auf der Rückseite, die unsere Bebänderung ersetzt, sondern weil in der Maske aus Sicht des Trägers, per LED Lichter von Grün über Orange zu Rot der Flaschendruck angezeigt wird. Also ganz schön modern, wenn ich an die alten Masken aus meiner FF Zeit zurückdenke.

dsc_7336Auch Schläuche werden hier in einem ganz anderen Format als in Deutschland oder den Emiraten verwendet. Man glaubt es kaum aber vom Hydranten wird Standardmäßig mit einem 5″ inch Schlauch in die Pumpe gefahren. Das entspricht einem Schlauch mit 127 mm Durchmesser und ist somit größer als ein A Druckschlauch aber noch nicht groß genug für ein F Druckschlauch, aber ich denke ihr könnt euch ein gutes Bild machen ;-). Als normalen Angriffsschlauch nimmt man hier den 2,5″ inch Schlauch, was bei uns einen B Schlauch widerspiegeln würde. Nun stellt euch das vor, da wünscht man sich sehnlichst seinen gut zu bedienenden C Schlauch zurück.

Und? Wem ist’s aufgefallen?? Da haben sich doch tatsächlich Storz Kupplungen auf die Bilder geschmuggelt! Richtig gesehen, in SC werden unsere Kupplungen im 5″ inch Format benutzt um vom Hydranten zum Fahrzeug zu gehen. Da haben sich die Amis also was gutes bei uns abgeguckt, aber auch hier wurde eine Verbesserung herbeigeführt und Storz Kupplungen mit Sicherungenstift verwendet, welche mir total neu waren.

Zu guter letzt heute noch das Denver Tool auch bekannt als TNT Tool, was ich nun endlich das erste Mal in den Händen halten konnte und wobei ich schon länger dran bin, zwei für unsere Wache zu besorgen. Ich bin ein Freund von Tools und Hilfsmitteln um es unseren Firefightern zu erleichtern ihren Job zu erfüllen und hier fällt meines Erachtens dieses Tool rein. Man muss sich nicht immer alles kompliziert machen, manchmal kann man auch versuchen effizienter zu sein und so ist es mit diesem Tool. Perfekt dafür zugeschnitten in einer Halligan Tool – Schlagaxtkomponente eingesetzt zu werden, kann es A) als erwähnte Schlagaxt benutzt werden aber auch B) als Einreißhaken und Brechwerkzeug für Zwischendecken dienen. Dafür ist die große Öffnung am Kopf gedacht – Als Griff, man packt das Tool und stößt mit der anderen Seite nach oben in die Platten der Zwischendecke um sie somit zu zerteilen. Für mich die Axt 2.0, was meint ihr?


Mhhhhm… Der Artikel ist schon wieder ganz schön lang geworden! Schluss für heute und bei der Fortsetzung geht es um Feuerwachen, Firetrucks und um die Art und Weise wie die Amis mit der Wasserversorgung umgehen. Es bleibt spannend! Ich hoffe das ein oder andere Detail hat euch gefallen und ihr könnt zwischenzeitlich euch schon Mal überlegen für was dieses Ventil ist, was man auf den letzten Fotos sehen konnte 😛

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