Chris's Urlaubs Blog

Wer kennt sie nicht? Plantagen der Südstaaten!

TAG 608

Welcome to Boone Hall! Heimat zahlreicher Filme und mit geschichtsträchtiger Vergangenheit.

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Die gut gepflegte Auffahrt nach Boone Hall. Ein Traum in grün!

Letztes mal ging es um Feuerwehr, heute dreht sich alles wieder einmal um Geschichte! Um die Geschichte der Boone Hall Plantation. Dabei handelt es sich um eine alte, von Sklaven bewirtschaftete, Plantage die bis auf 1681 zurückreicht. Man mag es kaum glauben aber alles hier scheint in der Zeit stehengeblieben zu sein und man hat sich bemüht den Originalzustand zu erhalten. Dabei bedenke man, dass die Farm noch heute in Privatbesitz ist und teilweise, auch wenn es heute von Maschinen erledigt wird, noch aktive Plantagenarbeit hier stattfindet.

dsc_7237Die Plantage an sich ist unglaublich weitläufig, wie gefühlt alles in den Südstaaten und bei schwüler Hitze wurde ich von meiner Familie dort herumgeführt. Gefahren zur Lokalität bin übrigens ich, da nicht alle Zeit hatten und ich ihnen nicht alles an „Arbeit“ in meinem Urlaub überlassen wollte. Zum Thema Straße kommt die Tage ja auch noch etwas 😛

Auf der rechten Seite könnt ihr übrigens mal wieder die amerikanische Flagge bestaunen, die wirklich überall hing und ein gutes Fotomotiv abgibt, aber bei dem Foto geht es eher um die kleinere blaue Flagge, die die Flagge des Staates South Carolina darstellt mit der dort überall weit verbreiteten Palmettopalme. Diese gibt es nur an der südlichen Ostküste, Kuba und den Bahamas, nur mal so nebenbei.

Ich hoffe auch dieses mal gefallen euch die Bilder, die ich für euch rausgesucht habe und wie immer gibt es zu jedem Bild eine Geschichte.


Außergewöhnlich schön, außerwöhnlich alt und außergewöhnlich bekannt! Die Prachtauffahrt zum Anwesen lässt einen echt nicht in Ruhe und so kam es, dass dieser Ort in den letzten Jahren große Filmproduktionen anzog. Und stellt euch vor, diese Produktionen sind sogar bei euch sehr bekannt, wie wäre es zum Beispiel mit „Fackeln im Sturm“? Aber zurück zur Allee und wie man sie hier nennt: „Avenue of Oaks“. Man kann hier ganz gemütlich mit dem Auto hinauf und herab fahren und dabei kreuzt man die ersten Teile der Plantage, wie zum Beispiel den eigenen Schifferei Pier, wo früher Baumwolle verschifft wurde oder auf der rechten Seite eine ausgedehnte Pferdekoppel, die sehr schön anzusehen war, mit ihren darauf galoppierenden Pferden mit saftig grünem Rasen.

Am Ende der Auffahrt erstrahlte dann auch schon das altehrwürdige Herrenhaus in seiner vollen Pracht zusammen mit dem Pferdestall und einem alten Smoker Haus, indem das Fleisch der Herrschaften haltbar gemacht wurde. Sozusagen der Kühlschrank der damaligen Zeit. Alles schaute prachtvoll aus und wirkte sehr edel und das führte einem auch gut zu Augen wie sehr dieser ganze Luxus und verschwenderische Lebensstil auf dem Rücken der Sklaven ausgetragen wurde, denn wie man später bei einer Führung erfuhr, war Boone Hall in einer seiner Blütezeiten eine der größten Produktionsstätten für (Sklaven)handgemachte Backsteine und gerade in Charleston und Umgebung erfuhren solche Produkte eine große Beliebtheit im Hausbau.

Aber wenn ich ehrlich bin, gibt es hier auch nicht all zu viel zu erzählen. Es ist eben eines dieser Touristen Ding, aber mir gefiel es sehr gut weil es einen generell hohen Charme und diesen amerikanischen 18. Jahrhundert Geist versprühte. Zu guter letzt habe ich mir auch mal den Pier angeschaut, der warum auch immer, Menschenleer war. Wahrscheinlich weil man dafür ein bisschen mehr abseits laufen musste… Für mich war auch hier die Natur zum Greifen nahe und extra für diese Plantage gab früher es ein eigenes Verlade-Dock am Fluss Wampacheeoone (Wer erfindet solche Namen??). Da merkt man erst, wie wichtig diese Farm war und was eine Masse hier umgesetzt wurde, natürlich auf Kosten der Sklaven.

Der Fluss schlängelte sich gemütlich durch die Sümpfe und das Schilf. Man fühlte sich direkt nicht mehr auf einer Farm, sondern im tiefsten Hinterland. Alles wirkte ruhig, die Strömung war minimal und die Gemütlichkeit war anwesend. Ich hätte hier auch länger sitzen können, die Beine am Steg herunterbaumelnd und der Natur beim wachsen zuschauend. Zum Glück hatte ich aber nicht so viel Zeit, sonst hätte ich bestimmt noch mit den freundlichen Flussalligatoren Bekanntschaft gemacht 😛 ! Hoffentlich gefiel auch euch der Ausflug nach Boone Hall :-).

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