Anreise in die UAE

Good Bye Deutschland! Wie sich mein Leben veränderte

Tag 550

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Es war der 16. Februar 2015. Als ich aufstand waren es noch +0.3°C bei 85% Luftfeuchtigkeit. Kalt, rau, feucht – Deutschland eben. Was mir damals nie in den Sinn gekommen wäre, das ich dieses „deutsche“ Wetter Mal richtig vermissen würde! Es war Abschiedstimmung. Sie war allgegenwärtig und es hieß, das letzte Mal aufstehen aus meinem Bett, das letzte Mal diesen Lichtschalter drücken, das letzte mal dies und das… Ihr kennt das sicher. Man geistert durch seinen Kopf und fragt sich: „Habe ich wirklich nichts vergessen?“ oder „Brauche ich noch etwas?“.

IMG_0660Die Koffer standen schon fertig gepackt in der Ecke. Alles wartete auf „GO“. Mein Bauch grummelte vor Sorge und eigentlich wollte ich meine mir vertraute Welt gar nicht verlassen. Ich vermisse auch heute noch mein Zuhause sehr! All die Sachen die man zurücklassen musste, all das was man Opfern musste. Doch auf der anderen Seite stand da dieses neue Abenteuer! Ich war aber auch Überglücklich und als ich durch meine Reiseunterlagen ging, hielt ich stolz mein Ticket in der Hand – Der Pass in eine neue Welt und ein neues Leben. Und das alles von den Leuten, die seit Jahren das Feuerwehrwesen in den Emiraten formten. Die Emirate…. Das war zu diesem Zeitpunkt ein Ort, wo man sich nur teure Urlaube vorstellen konnte oder der bekannt war aus einschlägigen Dokumentationen. Aber das man selbst mal den Auswanderer spielt, das war etwas, was noch von der Neugier und dem Entdeckergeist überdeckt wurde. Die Frage war: „was würde mich erwarten??“


Als ich die Zusage bekam, war ich überglücklich und konnte mich vor Freude kaum halten, ich konnte damals aber noch gar nicht wissen, wie sehr sich mein Leben verändern würde. Meine Familie hatte ich damit mehr oder weniger überrascht und erst bescheid gesagt, als alles stand und die Einreise in das ferne Land ausgemachte Sache war. Meine Familie stand aber hinter mir und das ist, was wichtig ist. Man sollte jeden Unterstützen, der sein Leben verbessern will, denn wenn man will, kann man alles erreichen! 🙂 Und auch ich habe von gefühlten 0 aus alles erreicht!

In meiner Feuerwehr hatte ich damals gar nichts erwähnt aber kurz bevor es soweit war, platzte natürlich auch hier die Bombe. Ich selbst empfinde es so, dass man nicht gleich mit allem heraus kommen sollte. Was wäre gewesen, wenn ich dann doch noch in letzter Minute eine Absage bekommen hätte? Das wirkt doch auf lang oder kurz unprofessionell.

Der ein oder andere sagte auch (natürlich nicht zu mir persönlich), „Das halte ich nie durch!“, „Der kommt ganz schnell wieder zurück!“, „Das ist eine Luftnummer.“. Und was denkt ihr, meine Leser? Wie sieht es nach 550 Tagen so aus? Hab ich es geschafft? 😀 Ich denke schon und dafür sprechen allein diesen Monat schon über 10.500 Seitenaufrufe von Menschen die sich dafür interessieren. Und deswegen, es gibt immer Menschen die einem vieles nicht zutrauen, aber nur weil sie euch nicht richtig kennen! Lasst euch nicht verunsichern und folgt dem Weg, den ihr für euch wählt.


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Zum letzten Mal Schnee! 😍

Kennt ihr diesen kalten Atemzug, den ihr nehmt, wenn ihr im Winter vor die Türe geht? Genau diesen nahm ich, als ich aus dem Auto am Flughafen ausstieg. Fertig dafür, vorerst für lange Zeit meine Heimat zu verlassen. Ich vermisse ihn heute um so mehr, wie vieles andere und damals flog mir immer noch alles durch den Kopf und langsam wurde es ernst. Ich posierte das letzte Mal mit meiner Familie für ein Gruppenfoto und schon hier musste ich meine tränen wegdrücken. Zu schwer war es Abschied zu nehmen und so zog ich einen kurzen Abschied vor um nicht noch tiefer in dieses Loch zu fallen.

Nach dem ich dann aber am Gate in der Wartezone zur Ruhe kam, die Maschine vor mir auf dem Flugfeld parkend und ich die Minuten bis zum Abflug zählte, war es dann soweit. Mich packte der Schmerz die Heimat zu verlassen und die großen Krokodilstränen flossen. Ich muss albern ausgesehen haben, dort zu sitzen, total deprimiert und schluchzend, an einem Gate mit Ziel eines Traumurlaubslandes. Wer macht denn schon sowas vor einem Urlaubsflieger?

Ach ja der Auswanderer! 🙂


Ein paar Erinnerungseindrücke konnte ich auch noch herauskramen vom Hinflug und sogar einen Schnappschuss vom ersten Blogeintrag. Ihr könnt meinen ersten Beitrag auch gerne noch einmal nachlesen: Hier klicken!

Und so begann die Gründung von Blogging-Chris über den Wolken im Urlaubsflieger. Wo der erste Auslandsreport von mir für euch entstand. Und seit dem gibt es für euch alle 5 Tage neue Geschichten & Erlebnisse direkt zu euch gefunkt, aus meiner kleinen Wüstenwelt. Habt ihr auch Lust, die Geschichte der ersten Nacht zu hören? Dann Schreibt mir! 😜

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